CH-Wädenswil. 11.07.2017. Der Vorstand des Branchenverbands Deutschschweizer Wein (BDW) hat am Mittwoch, 5. Juli 2017 die Zustimmung zur Errichtung eines Weinbauzentrums in Wädenswil erteilt. Stimmt diesem Vorhaben im September auch noch die Delegiertenversammlung zu, erhalten die Rebleute und die Weinbranche der deutschsprachigen Schweiz wieder ein Kompetenzzentrum mit Fachleuten, die Schwerpunktthemen des Deutschschweizer Weinbaus bearbeiten.
 
Solche Themen sind zum Beispiel die nachhaltige Produktion, der Strukturwandel oder das Weinmarketing. Das Zentrum widmet sich der angewandten Forschung, der Beratung, der Aus‐ und Weiterbildung, der Kulturgutpflege und Dienstleitungen für die Branche und Weininteressierte.

Mit der Ernennung des berühmten Pflanzenphysiologen, Botanikers, Önologen und Rebzüchters Professor Hermann Müller–Thurgau zum Direktor der 1890 gegründeten Eidgenössischen Forschungsanstalt für Obst‐ Wein‐ und Gartenbau in Wädenswil (heute Agroscope) begann eine Erfolgsgeschichte, die aus «Wädenswil» eine Forschungs‐ und Bildungsstätte mit Weltruf im Weinbau machte.

Die Branche war in der Vergangenheit mit Reorganisationen im Hochschulbereich und wiederholten Sparmassnahmen und Umstrukturierungen der weinbaulichen Forschung des Bundes (Agroscope) konfrontiert. Ab 2017 reduzieren weitere Sparmassnahmen die Weinbauforschung in Wädenswil auf ein Minimum ohne ausreichende Perspektive für die Branche.

Unterstützt vom Verein Weinbauzentrum Wädenswil mit den Mitgliedern Agroscope, BDW, Strickhof und ZHAW (Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften in Wädenswil) hat der BDW mit enormem Engagement ein Projekt ausgearbeitet, mit dem das Kapitel «Wädenswil» weiterhin geöffnet bleiben kann, zum Nutzen der Branche und von Konsumentinnen und Konsumenten. (Foto: DirectDykNews.ch)
 
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