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LIE-Triesenberg. 14.09.2017 Kleingedrucktes hat an sich keine Lobby und führt, auf welchen Beschriftungen oder Verträgen auch immer, oftmals zu Überraschungen. Doch schier an dem Samstag, an dem der Regen die Ostschweiz fest im Griff hatte, boten Kameraden der Freiwilligen

Feuerwehr, Mitglieder des Samaritervereins und die Polizei, immer mit einem Ohr den regionalen Nachrichten folgend, den Einheimischen die Möglichkeit, sich zum Thema „Gefährliche Stoffe im Haushalt“ auf den neuesten Stand zu bringen:
 
Was eigentlich so selbstverständlich im Umgang mit Chemikalien & Co. ist, durchlöcherte Karl Loacker überzeugend mit Beispielen aus der jüngeren Zeit. Der erfahrene Experte und Gefahrengut-Berater ist seit Jahren auf diesem Gebiet aktiv unterwegs und wundert sich trotz der umfänglichen Präventions-Kommunikation über Stoffe, die Menschen und Tiere schaden können, nicht, dass es immer wieder aus unterschiedlichsten Gründen und vermeintlich aus dem Nichts passiert, dass eine Gasflasche explodiert, die Pfanne auf der Ceranplatte lichterloh Flammen schlägt, Feuerwerks-Böller Wiesen in Brand setzen und Personen Verätzungen oder Verbrennungen erleiden.
 
Der Berater
Okay, ein Piktogramm avisiert grundsätzlich Gefahr. Doch welche konkret? Am Beispiel für „Gas unter Druck“, was „natürlich“ eindeutig ist, lesen vermutlich weniger Verbraucher das Kleingedruckte, dass verdichtetes Gas wie in einer Gasflasche vor Sonneneinstrahlung geschützt und an einem gut gelüfteten Ort gelagert werden sollte. Doch wie sind die Gasflaschen in den vergangenen heissen Sommertagen auf Balkonen zu erklären? Und wer noch gar nicht lesen kann wie unsere Kleinsten, ist umfänglich zu schützen. Der Zugriff zu Medikamenten, Haushalts-, Gartenchemikalien ist durch eine über 1,6 m erhöhte Lagerung der Stoffe zu unterbinden, „denn bedenken Sie bitte, wie verlockend kann für ein Kleinkind ein buntes Dragee-„Bonbon“ sein, in deren Kapsel ein Medikament eingeschlossen ist?“ Oder: „Waschen Sie sich immer nach dem Einbringen eines Spülmaschinentabs in die Maschine die Hände? Was muss ein Tabs leisten, damit die Teller sauber werden? Ohne aggressive Chemie geht an dieser Stelle gar nichts. Wussten sie, dass bei einem Laserdrucker ohne Filter beim Verschmelzen des Tonerfarbstoffes unter grosser Hitze Ozon und Feinstaub frei gesetzt werden, die die Lungenbläschen schädigen können?“, fragt Karl Loacker in das Einsatz-Zelt hinein, in denen sich die Besucher versammelt haben und ins Gespräch kommen.
 
Die Feuerwehr
Explizit im Umgang mit dem allseits beliebten Grill, dem Parade-Beispiel schlechthin, wurde es für die tapferen Besucher des regenreichen Info-Vormittages unmittelbar heiss am inszenierten Wochenend-Familien-Grill, der in Bruchteilen einer Sekunde ausser Kontrolle geriet, weil es schnell gehen sollte mit den Bratwürsten und den Steaks. Brennspiritus wurde als Beschleuniger vom Grillmeister eingesetzt. Viel Sauerstoff, gut brennbares Anzündmaterial und dann die Extra-Portion „Anzünder“. Schon züngeln höher als einem Meter die Flammen, die einen Menschen je nach Windrichtung hätten erfassen können. „Nein, das habe ich nicht erwartet, obwohl man solche Bilder aus dem TV kennt.“ sagt eine Besucherin. Eine weitere ergänzt: “ … und wie steht der Grill immer mittendrin im Geschehen.“ Und wenn man dann noch weiss, das u.a. ein Gasgrill, eine Temperatur bis 800 Grad C. erreichen kann, ist Umdenken angesagt. Zuschauen ist das eine, betroffen zu sein etwas völlig anderes. Und zum Glück war es „nur“ eine von mehreren unter Kontrolle der Feuerwehr veranschaulichte Situation, die im gut geplanten Szenario der Veranstaltung ihre Fortsetzung findet. www.goo.gl/jbBMT7
 
Die Samariter
Samariterin Doris Sele hat am Arm eine sprichwörtlich feuerrote, nässelnde Brandwunde mit großen Blasen. Die schwere Verletzung brütet. Erschreckend echt. Unfall-Statistiken, nicht nur hierzulande, belegen konstant, dass die meisten Unfälle im Haushalt passieren. Arbeiten im Haushalt kann lebensgefährlich sein. Ein oder kein Phänomen? Das Reinigungsmittel in einer Sprühflasche wurde versehentlich in der Nähe einer brennenden Kerze auf einem Glastisch gebracht. Das mit austretende Gas explodierte. So hätte es geschehen können. Im Background steht der gelbe Einsatzwagen mit seinem auf neuesten Standard gebrachten Equipment und assoziiert Hilfe und Schutz. Das Team von Nicole Lampert, der Technischen Leiterin, leistet ehrenamtlich Dienst am Menschen und weiss aus Erfahrung, wie oft und wie schnell Unfälle unterschiedlichster Art und Grade eine Normalität im Leben durcheinander bringen oder gar zerreissen kann. www.goo.gl/AqCBmu
 
Die Polizei
„Meldungen über tragische Unfälle und Schicksalsschläge rücken fest in das Bewusstsein, wenn Menschen in unmittelbarer Nachbarschaft betroffen sind.“ sagt Gemeindepolizist Jochen Bühler. Deshalb gibt es solche Tage wie diese, an denen Bürger und ehrenamtliche Rettungskräfte ins Gespräch kommen, um wieder einmal die Möglichkeiten auszuloten, wie und wo sich Unfälle bewusst vermeiden lassen. Aber auch Geschehnisse ausser Landes, wie die Naturkatastrophen, Überschwemmungen werden uns vor Augen geführt, sind allgegenwärtig und sensibilisieren.“ Wissen, Kontrolle und Achtsamkeit garantieren nicht selbstverständlich Sicherheit. „Wenn etwas passiert, dann wissen die Triesenberger, wen und wo sie anrufen können.“, bringt es Feuerwehr-Kamerad Reinold Bühler bestimmt auf den Punkt. www.oo.gl/NyVecK
 
Bild: Wenn Feuer ausser Kontrolle gerät…Foto: DD-Agentur